BLUECITY Literatur Rallye Sanary sur Mer
Literarischer Stadtrundgang Exilliteratur
180,00 CHF
Die BLUECITY Literatur Rallye Sanary-sur-Mer führt durch Sanary-sur-Mer an der Côte d’Azur und beschäftigt sich mit deutschsprachiger Exilliteratur während der Zeit des Nationalsozialismus.
Auf einem literarischen Stadtrundgang besuchen die Teilnehmenden mehrere ehemalige Wohn- und Arbeitsorte von Schriftsteller:innen und Exilpersönlichkeiten, darunter Lion und Marta Feuchtwanger, René Schickele, Thomas Mann, Franz Hessel und Franz Werfel. Die Route beginnt an der Villa Lazare beziehungsweise La Calanco und führt über weitere Stationen wie die Villa Valmer, Villa La Ben Qui Hado und Villa La Tranquille bis zum Café La Nautique am Hafen.
An den Stationen lösen die Gruppen insgesamt 15 Fragen zu Werken, Biografien, Zitaten und historischen Zusammenhängen. Thematisiert werden unter anderem Flucht und Internierung, der Verlust der Heimat und der eigenen Sprache, literarische Netzwerke im Exil sowie die Bedeutung von Begegnungsorten. Ergänzend fotografieren die Teams die Stationen und halten Eindrücke oder Beschreibungen schriftlich fest.
Die Gruppe wird in zwei Teams geteilt; Team B startet eine halbe Stunde nach Team A. Am Ende treffen sich beide Teams im Café La Nautique. Das Lernmodul verbindet Bewegung im Stadtraum, literarische Recherche, gemeinsames Lösen von Aufgaben und kreative Dokumentation.
Durchführungsort: Sanary-sur-Mer an der Côte d’Azur, Frankreich; Start an der Villa Lazare beziehungsweise La Calanco, 571 Boulevard de la Plage de Beaucours, Abschluss im Café La Nautique am Hafen.
Thema: Deutschsprachige Exilliteratur und das Leben von Literat:innen und Intellektuellen im Exil während der Zeit des Nationalsozialismus.
Sozialform: Gruppenarbeit in zwei Teams; gemeinsames Beantworten von Fragen und kreative Dokumentation der Stationen.
Materialbedarf: Möglichkeit zum Fotografieren sowie Schreibmaterial zum Festhalten von Beobachtungen, Beschreibungen und Antworten.
Lernziel: Die Teilnehmenden setzen sich mit Exilerfahrungen, literarischen Werken, historischen Zusammenhängen und den Lebenswegen ausgewählter Schriftsteller:innen auseinander. Sie üben außerdem kooperative Recherche, Orientierung im Stadtraum und die sprachliche Gestaltung eigener Eindrücke.
Spielempfehlung/Einsatzmöglichkeit: Geeignet als literarischer Stadtrundgang, als Gruppenaktivität auf einer Bildungs- oder Studienfahrt sowie zur anschaulichen Ergänzung einer Beschäftigung mit Exilliteratur und Nationalsozialismus.
Die Gruppe teilt sich in zwei Teams. Team A beginnt, Team B startet eine halbe Stunde später. Die Rallye startet an der Villa Lazare beziehungsweise La Calanco in Sanary-sur-Mer.
Die Teams folgen der vorgegebenen Wegbeschreibung durch Sanary-sur-Mer und besuchen mehrere Stationen ehemaliger Wohn- und Arbeitsorte von Exilpersönlichkeiten. Dazu gehören die Villa Valmer, die Villa La Ben Qui Hado, die Villa La Tranquille, der Turm an der Montée de La Carrerade sowie der Turm, den Franz Werfel bewohnte.
Während der Rallye beantworten die Teams 15 Fragen zu den behandelten Schriftsteller:innen, ihren Werken, Zitaten und historischen Hintergründen. Die Aufgaben beziehen sich unter anderem auf Lion Feuchtwanger, Ovid, René Schickele, Thomas Mann, Klaus Mann, Jacques-Yves Cousteau, Antoine de Saint-Exupéry, Franz Hessel, Walter Benjamin und Franz Werfel.
Zusätzlich fotografieren die Teams jede Station und notieren eine Beschreibung des Hauses, der Aussicht oder eigene Gedanken zum jeweiligen Ort und zur dort behandelten Person. Am Ende führt der Weg zum Café La Nautique am Hafen, wo sich beide Teams treffen. Gewonnen hat laut Spielregel das Team mit den meisten richtigen Antworten und gelösten Aufgaben.
Die zu diesem Lernmodul passenden SDGs aus den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung sind:
Ziel 4 – Hochwertige Bildung: Die Rallye vermittelt literarisches und historisches Wissen auf anschauliche Weise außerhalb des Klassenraums. Durch Fragen, Beobachtungen, eigene Notizen und gemeinsame Auswertung werden relevante Lern- und Sprachkompetenzen gefördert.
Ziel 10 – Weniger Ungleichheiten: Die Beschäftigung mit Flucht, Vertreibung, Internierung und dem Verlust von Heimat macht die Erfahrungen von Menschen sichtbar, die aufgrund von Herkunft, Religion, politischer Haltung oder sexueller Orientierung verfolgt wurden. Dadurch regt das Lernmodul zur Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und gesellschaftlicher Teilhabe an.
Ziel 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Die Rallye behandelt die Folgen von nationalsozialistischem Terror, Meinungsmonopolismus, Verfolgung und Deportation. Die literarische Erinnerung an diese Erfahrungen unterstützt eine reflektierte Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Frieden und der Bedeutung demokratischer Gesellschaften.
